Was waren das noch für herrliche Zeiten als Josef Ackermann vor Gericht sein Viktory Zeichen machte und tatsächlich mit einer Geldstrafe davonkam. Mit seiner Form des Stinkefingers hatte er es allen Deutschen gezeigt. Geld geht vor Recht. Aber langsam wird es immer enger.
Am 4. Dezember beginnt der Prozess gegen Paul Daugerdas in Manhatten. Dabei geht es darum, dass die Deutsche Bank und Daugerdas ein betrügerisches Konzept zum Zweck der Steuerersparnis entwickelt haben sollen. Der Daugerdas Prozess, indem auch zwei ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank angeklagt sind, wird von Fachleuten dabei nur als der Anfang des Vorgehens der amerikanischen Justiz gegen die Deutsche Bank angesehen.
Nachdem die Deutsche Bank bereits im Februar 2007 die betroffenen Daugerdas Anleger entschädigt hatte, könnten jetzt Forderungen der USA in Höhe von einer Milliarde Dollar auf sie zukommen und dies dürfte nur das erste in einer ganzen Reihe von ähnlichen Verfahren sein.
Natürlich wird Ackermann versuchen sich und seine Bank durch Vergleiche aus diesem Übel herauszuwinden. Aber wie das Beispiel UBS gezeigt hat, wird dies sehr teuer. Sollte er eine direkten Prozess gegen die Deutsche Bank nicht verhindern können, ist das USA Geschäft der Bank erledigt. Schafft er es sich freizukaufen, wird das Milliarden kosten, die seine Bank noch weiter schwächen.
In Deutschland läuft ebenfalls ein Prozess gegen die Deutsche Bank, bei dem es um die Fonds Kompass Life Fonds 1 und 2 geht, die in den USA Lebensversicherungen aufkauften. So wurde eine halbe Milliarde Euro eingesammelt, aber es kamen keine Erträge. Der Grund war einfach. Die Leute an die die Policen geknüpft waren, starben einfach nicht und die Policen wurden auch nicht laufzeitbedingt fällig.
Während die Deutsche Bank ihren Anlegern eine Rendite von 7,25 Prozent pro Jahr und eine Auszahlung schon in 2007 in Aussicht gestellt hatte wären die ersten Fälligkeiten wohl in 2010, der Hauptteil aber erst ab 2017. Das kann man vielleicht Betrug nennen, zumal es wohl auch keine Risikostreuung gab.
Da es sich um ein zivilgerichtliches Verfahren handelt, ist eine politische Einmischung wenig wahrscheinlich und selbst Leo Kirch darf ja mittlerweile schon mal gegen die Deutsche Bank gewinnen. Es könnte also eng werden für Josef Ackermann und auch dieses Verfahren dürfte wohl nur der Anfang sein. Sobald andere Betrogene die Hoffnung haben, dass man gegen die heimliche Regierung Ackermann gewinnen kann, dürfte es sehr viele Verfahren geben.
Der Schrecken geht jedoch weiter. Die Ratingagentur Moody’s hat praktisch angekündigt, das Rating für die Deutsche Bank abzusenken, da diese sich in den kommenden Quartalen mit einer zunehmend schlechteren Qualität von Vermögenswerten konfrontiert sehen werde, was zu höheren Kreditausfällen führen würde. Zwar sieht Moody’s weltweit alle Banken in einer ähnlichen Situation, hat aber die Deutsche Bank explizit erwähnt.
Auf Ackermann dürften wohl wirkliche harte Zeiten zukommen. Mal sehen wann er wieder nach Steuergeldern schreit und ob er dies wieder über andere Banken wie IKB und HRE bekommt.
Quelle: Duckhome

