“Die 133 US-Bankenpleite”

In Folge der Immobilien-, Kredit-, Finanz- und Wirtschaftskrise sind in den USA seit Ende 2006 insgesamt 374 Mortgage Lender, Hypothekenspezialbanken, Pleite gegangen! Nicht nur Hypothekenvermittler, auch die Home Builder, 84 große Bauunternehmen, haben die platzende Immobilienblase seit 2006 nicht überlebt. Im gleichen Zeitraum sind insgesamt 161 bei der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) versicherte Banken Pleite gegangen.

Am letzten Freitag zog die US-Einlagenversicherung drei weitere kleinere Banken aus dem Verkehr, damit erhöht sich die Zahl der US-Pleitebanken auf 133 in 2009!

> Im Langfristchart seit 1934, die Pleite gegangenen US-Banken. Die Anzahl der 133 Pleiteinstitute in 2009 sieht sogar noch moderat aus, 1989 während der Savings and Loan Crisis (Sparkassenkrise), gingen gewaltige 531 Banken bankrott. Allerdings waren damals 163,957 Mrd. Dollar an Assets (Vermögenswerten) betroffen, im Jahr 2008 waren es 371,945 Mrd. Dollar. 2009 sind bis jetzt durch die Pleiten Assets in Höhe von 155,412 Mrd. Dollar betroffen. <

> Das Volumen der Assets der bankrott gegangenen Banken seit 1975. <

> Die FDIC gab zum 3. Quartal 2009 die Anzahl der Pleite gefährdeten Probleminstitute mit 552 an. Die betroffenen Vermögenswerte der gefährdeten Finanzinstitute haben sich seit Q4 2001 fast verzehntfacht, von 39,8 Mrd. Dollar auf aktuell 345,9 Mrd. Dollar. <

Nach den letzten Daten der FDIC waren im 3. Quartal 2009 noch 8′099 Finanzinstitute bei der FDIC versichert. Die Vermögenswerte der versicherten Finanzinstitute betrugen gewaltige 13,247 Billionen Dollar! Unfassbare 206,239 Billionen Dollar betrug insgesamt das nominale Derivate-Volumen der bei der FDIC versicherten Finanzinstitute!

Von den 9,1 Billionen Dollar an Deposits (Kundeneinlagen) versichert die FDIC die Einlagen in Höhe von 250′000 Dollar je Konto, insgesamt 5,308 Billionen Dollar. Diese Einlagenversicherung ist absolut lächerlich, denn im Einlagensicherungsfond (Deposit Insurance Fund – DIF) ist keine Rücklage mehr vorhanden! Mit -8,243 Mrd. Dollar an negativen Rücklagen garantiert und versichert die FDIC die Einlagen der Kunden bei 8099 US-Finanzinstituten in Höhe von 5,308 Billionen Dollar! Dagegen war selbst der Baron Münchhausen eine ehrliche Haut, denn die Wahrheit ist, dass die Bankkunden ihre Kundeneinlagen als Steuerzahler selbst garantieren bzw. diese Kundeneinlagen in der Realität keine wirksame Garantie mehr haben, falls es zu einem Bankrun kommt!

Der Mindestreservesatz (DIF Reserve Ratio), das Verhältnis von zu versichernden Einlagen und den noch zur Verfügung stehenden Mitteln aus dem Einlagensicherungsfond der FDIC ist im 3. Quartal 2009 negativ mit -0,16%!

> Die “Substanz” der Rücklagen des DIF im Chart! <

Sehr deutlich wird, dass die FDIC selber Pleite ist und ein staatliches Bailout braucht! Denn vom 1. Quartal 2009 bis Q3 2009 haben die Bankenpleiten die FDIC und deren Rücklagen im Einlagensicherungsfond mit 25,519 Mrd. Dollar belastet!

Die FDIC garantiert jedoch nicht nur Spareinlagen, denn im Rahmen der umfangreichen staatlichen Liquiditäts- und Kreditgarantien übernimmt die FDIC über das Temporary Liquidity Guarantee Program – Debt Guarantee (TLGP-DGP) auch weitere Garantien für unbesicherte Bankkredite, Interbankgeschäfte und Anleiheemissionen in Höhe von 940 Mrd. Dollar. Die mit einer TLGP-Garantie versehenen Bonds profitieren von niedrigeren Refinanzierungskosten. Das Ponzi Scheme komplettierend trägt die FDIC über das Transaction Account Guarantee Program (TLGP-TAG) noch unbegrenzten Garantien für 684 Mrd. Dollar an nicht zinstragenden Transaktionenkonten (in der Regel Girokonten)!

Ein Vertrauen in das Bankensystem und seine Sicherungssysteme ist angesichts solcher Daten weiter unangebracht.

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