Pharmaindustrie - gute Forschung oder teure Abzocke

Die deutsche Pharmaindustrie ist eine der am stärksten wachsenden und wichtigsten Wirtschaftszweige auf dem europäischen Markt. Für die Gesundheit erdenklich wichtige Arznei gibt es in der Apotheke direkt vor Ort oder auch über das multimediale Internet. Dabei schwenken die Preise enorm, in der Online Apotheke gibt es so manch günstigeres Rezept, ist der Versand jedoch meist mit hinzugerechnet, ergibt sich der gleiche Preis. Das Ersparnis merkt der Verbraucher durch die Gesundheitsreform hingehend doch nicht, da die Pharmaindustrie ihre finanziellen Neubelastungen auf die Medikamentenpreise aufschlägt. Die am 01. August 2010 gestiegenen Preise konnten nicht wie gewünscht auf den Stand von September 2009 gehalten werden und auch die Krankenkassen haben den ihnen zustehenden Zwangsrabatt von 6 auf 16 Prozent erhöht. Die Pharmaindustrie nutzte dazu eine Gesetzeslücke, so dass sie die Preise rechtfertigen konnte. Nach einer Erhöhung zum Anfang des Jahres wurde der Medikamentenpreis zum August hin wieder gesenkt. Somit konnte man billigend den trotzdem höheren Kurs in Kauf nehmen.

Das Stichwort lautet: Preise rauf, dann Preise wieder runter. Durch diese Art von „Preisschaukel“ kann sich die Pharmaindustrie ihr Geld zurück holen und die finanzielle Belastung der Gesundheitsreform wettmachen. Über ein schlechtes Gewissen verfügen die Pharmaunternehmen daher nicht. Man nutzt die Möglichkeit der offenen Marktwirtschaft, individuelle Preisgestaltung sei das Schlüsselwort. Dadurch würde die Pharmaindustrie die erheblichen Ertragseinbußen durch den ihnen auferlegt steigenden Zwangsrabatt abmildern, da die wirtschaftliche Belastung größer sei als wie in den ganzen Jahren zuvor.

Zuständige Minister in der Politik wie zum Beispiel Rösler sind über die Gesetzeslücke der Preispolitik sehr verärgert. Durch die von der Industrie heraufbeschworene, flächendeckenden Preiserhöhung würden die angestrebten Sparmaßnahmen der Politik ausgebremst. Eine weitere Gesetzesänderung wäre die Folge und würde unweigerlich von Rösler angestrebt. Rösler wird das weitere Vorgehen der "Preisschaukel" aufmerksam registrieren und somit kommt die nächst neuere Gesundheitsreform schnell und bestimmt. Ob die Industrie sich mit ihrem Verhalten dadurch nicht selbst schädigt, ist fraglich - jedoch der Verbraucher ist jetzt schon der Leidende, der wieder einmal für das Verhalten der Industrie herhalten muss, wenn Politik und Marktwirtschaft sich nicht einig werden können.

Es heißt wohl nicht umsonst, die Pharmaindustrie habe zwei Gesichter. Denn Kritikern zufolge stehen in erster Linie die finanziellen Aspekte im Vordergrund. Auf der anderen Seite werden immer wieder auch die zum Teil wahrlich beeindruckenden, wissenschaftlichen Erfolge hochgelobt. Zwar hat ein Schaukelpferd Holz mit der Medizin an sich nur entfernt etwas gemeinsam. Fakt aber ist, dass Kinder, die in Krankenhäusern die Möglichkeit haben, Spiele zu spielen oder auf Schaukelpferden zu reiten, durchaus eher genesen. Grund genug, auch diesen Aspekt einmal häufiger zu testen.

Wenn man den Medien Glauben schenkt, versucht gerade die Pharma-Industrie mit billigen und gleichzeitig minderwertigen Produkten so richtig Kasse zu machen. Sicherlich ist dies bei Weitem nicht in allen medizinischen Bereichen der Fall. Aber schwarze Schafe sind diesbezüglich durchaus erwähnenswert. Bei Produkten von Osis , die zwar nicht aus dem medizinischen Metier stammen, sondern vielmehr aus der qualitativ hochwertigen Kosmetikbranche, kann man sicher sein, nur das Beste für's Haar zu tun. Und genau das wissen anspruchsvolle Kunden zu schätzen.

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